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Hier tätigen wir einen kleinen Rückblick auf vergangene Fahrten, Aktionen und Ereignisse.
Ein Heimabend der Sippe Balika: Gipsmasken machen und bemalen
Mittwochs haben wir uns wie immer zum Heimabend getroffen, diesmal um Gipsmasken zu machen. Zuerst schmierten wir uns gegenseitig fett Vaseline ins Gesicht, während Nadine den Gips in kleine Streifen schnitt. Dann bekam jeder eine Schüssel voller Gipsstreifen, die wir ins Wasser tunkten und dann dem anderen auf`s Gesicht legten. Augen, Mund und Nase blieben frei und deshalb fiel uns das Schweigen schwer. Nach ein paar Schichten Gips lagen wir einfach nur noch rum und warten darauf, dass der Gips trocknete. Endlich konnten wir die Masken abnehmen und unsere fettigen mit Gips besprengelten Gesichter im Spiegel betrachten. Wir mussten lachen.
Jetzt tauschten wir die Rollen. Der eine tauchte die Gipsstreifen ins Wasser und lachte über seinen Partner, wenn diesem Wasser am Hals herunterlief, Gips ins Haar und auf die Kluft tropfte oder er einen Nießanfall unterdrücken musste. Auch hier lachten wir wieder, als die Masken abgenommen wurden.
Beim nächsten Heimabend malten wir die Masken dann kunterbunt an. Sophies Maske hatte eine grüne Gesichtsfarbe mit Blumen darauf, Paulinas hatte eine lila Brille auf der Nase und blaue, lange Wollhaare, die sich um das Gesicht kringelten. Andere Masken waren rot-lila gestreift oder in irgendeiner Form quadriert. Die ganze Zeit brachen wir immer wieder in Lachen aus, weil irgendwer mal wieder eine verrückte Idee hatte.
Winterfahrt "Robinson Crusoe"
Auszüge aus der Chronik der Sippe Sumatra
Es war dunkel und kalt und die letzten Schneeflocken fielen vom Himmel, als wir losgingen. Zuerst kamen wir zum "Erste Hilfe" Posten. Dort mussten wir die Verletzten (Sabine & Lahma) verarzten. Am 2. Posten mussten wir einen Löffel auf Zeit durch unsere Klamotten schieben. Es kamen noch einige andere Posten, z.B. Knoten und Morsen. Bei jedem Posten bekamen wir etwas Geld für das morgige Geländespiel. Zwischendurch wurden wir einige Male ziemlich erschreckt. Den Rückweg mussten alle mit verbundenen Augen antreten. Nur der Älteste konnte sehen und musste die anderen führen.[...]
Nach dem Frühstück trafen wir uns zum Geländespiel. Wir mussten Serafina befreien, denn sie war in den Händen der Kannibalen. Unsere Aufgabe war es, durch Gegenstände Serafina freizukaufen. Dies gelang uns, indem wir von den Kannibalen Hinweise oder Rätsel erkauften, deren Lösung der Gegenstand war, den wir zum Freikaufen benötigten. Am Ende gewannen die Füchse. Sie schafften es als Erste, alle Gegenstände zu bekommen. In der Gruppe waren auch Vera und Joanna. Zum Schluss verkündete Serafina, dass sie Robinson heiraten werde. [...]
Heute war ein voll cooler Tag! Wir sind Schlittengefahren, auf einem super krassen Berg. Wir haben viele Berge ausprobiert, aber der letzte war der Beste. Meist sind wir zu zweit auf einem Schlitten gefahren, Nadine mit Schmock und Vera mit Flitschi. Elliott wollte nicht fahren, wegen ihrer Höhenangst. Es ging über viele Hügel, über einen Kanaldeckel und in den Stacheldrahtzaun hinein. Scherz! Natürlich kam man voher zum Stehen (wenn man bremste). Es war einfach cool!
Pfingstfahrt 2003
Wir Wildkatzen trafen uns am 6.6.03 am Schlossbahnhof mit dem ganzen Stamm, um gemeinsam unsere Pfingstfahrt als Indianer nach Windeck-Rosbach anzutreten. Nach und nach stiegen die Sippen aus der Bahn aus, um den Rest zum Lagerplatz zu hajken. Wir (die Sippe Schneeleopard) stiegen diesmal auch aus, denn das war unser erster Hajk. Wir verbrachten diese Nacht auf einer alten Ruine, von der man eine tolle Aussicht hatte.
Am nächsten Tag trafen alle Sippen mittags im Lager ein. Es wurden Kothen aufgebaut und anschließend zu Mittag gegessen. Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt (z.B. spähender Adler, flinkes Wiesel...). Um richtige Indianer zu werden, mussten wir einige Tätigkeiten erlernen: Finchen zeigte uns Knoten, Samson lehrte uns die Kunst des Feuermachens, Melissa bastelte mit uns Indianerschmuck und Rudi zeigte uns den Indianer-Stammestanz. Außerdem lernten wir Pfadfinderregeln bei Hanna und Spuren lesen bei Eika.
Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensoße (lecker!). Unsere Hajk Aufgabe war, sich eine kleine Vorführung auszudenken. Nach den Diensten führte jede Sippe (nur wir nicht, da Pia für diese Nacht nach Hause musste und sie auf sie warten wollten) ihre Ergebnisse (ein Lied, Theaterstück...) vor. Danach gab es eine Singerunde.
Am Morgen des 3. Tages wurden alle von Hanna mit Kochtopf und Holzlöffel geweckt. Nach dem Frühstück und Diensten wurden die Sachen, die wir am Tag zuvor gelernt hatten, in einem Postenlauf erprobt und abgefragt.
Mittags führten wir endlich unseren selbst ausgedachten Indianertanz vor (Pia war inzwischen wieder da). Blöderweise zog sich der Himmel zu und es fing an zu regnen, trotzdem fand das Geländespiel statt. Dabei mussten wir Aufgaben erfüllen (z.B. Spaghetti mit dem Mund in Makkaroni schieben) um von den Weisen Hinweise über den Aufenthalt der Geisel erlangen. am Ende taten sich alle Gruppen zusammen, um gemeinsam den Ort zu ermitteln. Wir befreiten die Geisel und fesselten die Bleichgesichter an den Pfahl und tanzten um ihn herum.
Abends feierten wir unseren Sieg in der Singerunde und Yalda und Gabi legten ihre Versprechen ab.
Am nächsten Morgen bauten wir alles ab und fuhren mit der Bahn zurück nach Brühl. Unsere erste Fahrt als Sippe und unser erster Hajk hat uns sehr viel Spaß gemacht und das Lager war auch klasse (bis auf den Regen)!
die Schneeleoparden
Sommerfahrt 2003 nach Portugal
"Aldeia Colorida" war das Thema des diesjährigen Bundeslagers.
Endlich war es soweit: Portugal war unser Ziel! Nach 30 Stunden Busfahrt waren wir endlich an unserm Zielort angelangt. Die Busfahrt war zwar lang, kam uns aber gar nicht so lange vor, da wir während der Busfahrt Filme guckten, sangen und sehr viel Spass zusammen hatten. Nur: es war HEISS. Wir mussten bis zum Lagerplatz den Berg hochgehen und schwitzten uns dabei einen ab. Nach einer halben Stunde bergauf kamen wir endlich am Lagerplatz an. Alle begrüßten uns und wir bauten unsere Zelte auf (in dem heissen Wetter). Dann wurden wir in einzelne Unterlager eingeteilt. Wir Wildkatzen waren u.a. mit dem "Ring Nord" und "Karthago Persepolis". in einem Unterlager. Während dem Lager hatten wir viele verschiedene Programmangebote. Programmpunkte waren z.B. Kanu fahren (wo sich alle einen Sonnenbrand holten), in die Stadt nach "Porto" oder "Braga" fahren, ins Gitarrenmuseum oder andere Sachen auf dem Lagerplatz. Abends machten wir immer sehr "fantastische" Singerunden, die man, glaube ich, so nicht nochmal erlebt. Doch leider ging das Bundeslager schnell vorbei und es wendete sich dem Hajk zu. Wir hajkten 9 Tage in der Gegend um Braga. Es gab 4 Hajkgruppen der Wildkatzen: einen Roverhajk und die drei älteren Sippen Berglöwe, Weißer Tiger und Bengal. Bei uns Berglöwen war der Hajk sehr anstrengend, da wir jeden morgen um 7 Uhr aufstehen mussten und bis zur Mittagshitze hajken mussten. Dann hajkten wir abends wieder weiter bis es dunkel wurde und suchten uns dann einen Schafplatz. An einem Schlafplatz jedoch fühlten wir uns sehr wohl...Hier ist ein Photo! Wir trafen auf unserem Hajk auch andere Pfadfinder z.B. Graf Luckner. Doch dann ging es auch mit dem Hajken dem Ende zu und wir mussten ein Stück mit dem Bus fahren, da wir es nicht bis zu unserem Stammeslagerplatz schafften...Endlich angekommen am Lagerplatz. Dort waren wir dann noch 4 Tage, wo wir uns auf die Busfahrt vorbereiten konnten. Zwischendurch besuchten uns noch portugiesische Pfadfinder mit denen wir uns sehr gut verstanden. Dann ging es zur Busfahrt. Juchhuuuu...wir fuhren mit den Sperbern zurück. Leider konnten wir im Bus nicht gerade relaxen, da die Sperber die ganze Zeit ihre Partysongs sangen. Wir machten eine Pause in Südfrankreich am Meer, wo wir alle schwimmen gingen. Das tat gut! Dann fuhren wir weiter und kamen dann endlich in Brühl an. Alle freuten sich auf ihre Eltern und liefen ihnen in die Arme. Wir machten noch einen Abschlusskreis und dann ging es nach über drei Wochen in Portugal nach Hause. Dies war eine sehr schöne, HEISSE und erlebnisvolle Fahrt.
Piggy, Sippe Berglöwe
BuSiFe 2003
Der Bus ist weg und wir sitzen hier mit 30 Wölflingen, Jungpfadfinder und Sack und Pack von einer Woche Meutenlager vor dem Holstentor in Lübeck. Wir haben einen schönen Blick und das Holstentor muss man ja auch einmal gesehen haben, aber eines vermissen wir doch: die Spur von anderen Pfadfindern, einen Zipfel von einer Kluft oder einer Juja...
Sollte das Singefest etwa doch nicht, wie uns gesagt wurde, hier in der Nähe stattfinden? Wir machen uns kurz zu zweit auf die Such und nach läppischen zwei Stunden haben wir auch Ingo und das Wichtigere (den VW-Bus nämlich) auf der Wiese der Lübecker Turnerschaft entdeckt. Großzügig bietet er uns an, das Gepäck und das Material (was sich immer noch am Holstentor befindet, genau wie die Kinder) zum Platz zu karren.
Gesagt getan - nach einer Weile sind alle heil hier angekommen und nach großer Freude über so viel Platz wälzt man sich auch schon im Sand.
Nach und nach trudeln auch andere Stämme ein, man begrüßt sich und schnell stehen alle Kohten und Jurten. Die Eröffnungsrunde soll erst am nächsten Morgen stattfinden und so entstehen nach Einbruch der Dunkelheit einige spontane Singerunden, die allerdings durch das Lärmverbot etwas gebremst werden. Spät in der Nacht treffen auch noch Nachzügler ein.
Der nächste Tag beginnt sonnig. Nach dem Frühstück und der Eröffnungsrunde gibt es die Möglichkeit, entweder Lübeck zu besichtigen oder ein letztes (oder erstes) Mal die Lieder vor dem Singewettstreit zu proben. Nach gründlicher Überlegung entscheiden wir, die Meute Puma, uns für Option b. Jede Gruppe sucht sich den möglichst entlegensten Platz, um den Auftritt noch einmal zu proben. Langsam macht sich auch Nervosität unter den Kindern breit und auch wir fiebern dem Wettstreit entgegen, der ja in der Meute unser erster ist. Unsere Lieder sitzen im Prinzip, machen allen Spaß und so stellt sich nur noch die Frage: Klappt das auch auf der Bühne?
Nachdem auch unsere Führerrunde Baghira geprobt hat und wir unsere Erbsensuppe bis auf die letzte Erbse verputzt haben, beginnt das große Zittern und übliche Warten. Irgendwann verbreitet sich im Lager langsam die Unruhe... jetzt wird's Ernst!
Die Instrumente werden verpackt und dann machen sich alle auf zur Freilichtbühne, auf der der Singewettstreit ausgetragen werden soll. Was uns erwartet ist keine Bühne, sondern ein (fast) ausgewachsenes Amphitheater - das verschafft allen Zuschauern einen uneingeschränkten Blick. Toni spricht ein paar Worte, die Jury verliest die Reihenfolge der Kategorie "Meuten" und alle singen ein Lied zur Eröffnung. Die Wölflinge nicht. Sie haben gehört, dass wir als allererste singen.
Fragende Blicke, ein Kopfnicken, Herzklopfen und wir steigen die Treppen herab zur Bühne. Noch einmal tief durchgeatmet, den Kampfschrei gebrüllt und los geht's mit der Ansage.
Das langsame Lied war prima. Jetzt kommt es auf das zweite an, das Schnelle, Komplizierte, das Portugiesische.
Mit dem Singen geht die Angst und so singen die Wölflinge fröhlich auch dieses herunter. Das war er auch schon, der Auftritt. Der erlösende Applaus kommt von oben und so können wir uns wieder setzen und die Beiträge der anderen Meuten (Meute Hathi von Maximilian Bayer und Meute Orion vom Stamm Sperber) verfolgen. Beide Meuten sind gut, sehr gut, die Sperber singen sogar mit Soloeinlagen und auf russisch, die Meute Hathi sehr lebhaft und stimmungsvoll. Unsere Aufregung kommt zurück...
Die nächste Gruppe bilden die Sippen. Auch hier werden die verschiedensten Lieder geboten - selbstgeschriebene, ruhige, laute, nachdenkliche - die Entscheidung kann der Jury leicht fallen .
Noch zwei Kategorien folgen: die Stämme und die Singekreise, die wohl am meisten erwartet werden.
Pause. Danach alle zwei Stämme. Es genügt nicht, das gesungen wird. Nein, getanzt wird auch - in Erinnerung an jenen vorletzten Abend in Portugal... :)
Und nun die Singekreise. Für uns noch ein Auftritt, da wir mit der Führerrunde singen. Hier gibt es viele Beiträge, qualitativ sehr anspruchsvolle und geprobte und welche, die eher auf spontanen Entschlüssen beruhen, doch "just for fun" teilzunehmen. Instrumente, perfekte Harmonien - oder eben auch nicht.
Noch ein Schlusslied und ab zum Abendbrot. Brot und Rohkost für jeden, ein Austausch über die Beiträge entsteht, es wird gelobt und kritisiert. Doch die Jury entscheidet. Also gehen wir zurück ins Lager.
Langsam wird es dunkel, nach und nach treffen alle in der großen Jurte ein, um sich dort zur Singerrunde zusammenzufinden und natürlich, um auf die Ergebnisse des Wettstreits zu warten. Das kommt auch bald und wir können es kaum fassen, als wir vor den anderen beiden Meuten den ersten Platz und damit auch den Wanderwimpel überreicht bekommen!
Die Sieger noch einmal in Kürze:
Meuten: Meute Puma, Stamm Wildkatzen
Sippen: Sippe Rotfuchs, Stamm Alexander Lion
Stämme: Stamm Sperber
Singekreise: Singekreis Stamm Sperber
Nun kann das Fest losgehen und so feiern wir erst einmal kräftig die Sieger. Je später der Abend wird, desto ruhiger ist auch die Singerrunde. So lassen wir den aufregenden Tag ausklingen und gehen in den Morgenstunden schlafen, werden jedoch viel zu kurze Zeit später wieder geweckt... :(
Aber wir sind ja gut drauf und erscheinen irgendwann alle zur Abschlussrunde, die Siegerwimpel sind schon vor den einzelnen Gruppen zu sehen. Nach dem Abschiedslied müssen wir dann halt Abschied nehmen, bauen kurzerhand unsere Zelte ab und fahren mit müden Wölflingen nach Hause.
So geht wieder ein schönes BuSiFe zu Ende, diesmal hoch im Norden Deutschlands. Danke an den Ring Nord für das schöne Fest.
Finchen, Meute Puma
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